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Ablieferungspflicht für Netzinhalte – Aber was und wie?!

Seit heute ist die Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen (PDF) in Kraft getreten. Nicht, das sich das Problem nicht angekündigt hätte, ich habe auch einiges darüber gelesen, bin mir wie viele andere aber nicht sicher, was für Konsequenzen ich daraus ziehen werde / muss.

Welche Inhalte sollen abgeliefert werden und wie kann das technisch umgesetzt werden? Ich bin leider nur Informatiker, kein Jurist. Entsprechend kann ich mit den schwammigen Formulierungen bis jetzt auch nicht viel anfangen. Und wenn ich noch nichtmal weiß, „Was?“ man abgeben soll, fällt es auch schwer das „Wie?“ zu klären. Auf das „Warum?“ will ich erst recht nicht eingehen.

Per FTP und als PDF soll nach der FAQ abgegeben werden aber nur, wenn das PDF veröffentlicht wird und nicht extra angefertigt wird. Sonst als ZIP-Archive und so, dass man es ohne Hilfsmittel lesen kann? Also fallen DB-Dumps schonmal weg. Soll ich jetzt also jedes Wochenende damit zubringen, alle meine Web-Projekte und die aller Kunden einfach mit wget zu sichern, zu packen und abzugeben? Gut, das sind ja dann auch nur jede Woche mehrere duzend Gigabyte, das geht ja noch – aber wenn das jeder macht, will ich nicht die traffic-Kosten der DNB haben…

Alleine einmal die Fotogalerie-Stuttgart mit über 11.000 Fotos hochzuladen sollte ein bisschen dauern. Aber richtig übel wären dynamische Projekte wie  blogoscoop. Die bislang 60 Mio. pi-Datensätze werden mit 3000 Blogs und 200.000 Artikeln + 200.000 Antworten verknüpft. Daraus können unter anderem 15 unterschiedliche Arten von Rankings erstellt werden, die sich noch mit 4500 Tags variieren und über Land, Region, Stadt und Sprache einschränken lassen. Im Moment sind das übrigens rein rechnerisch über 2.864.727.332.766.000 mögliche Rankings [vereinfachte Formel: ((n+k-1)!/(k!*(n-1)!)*c*l*i]. Die werden dann auch noch 15 Minuten neu berechnet. Muss ich die alle Abliefern? ;)

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3 Kommentare

  1. Jens 24. Oktober 2008

    Die Traffic Kosten der DNBG zahlen aber leider wir über unsere Steuergelder. Mal wieder ein neue brilliante Idee von der Politik über Steuergelder zu verbrennen.

  2. Martin 24. Oktober 2008

    Stimmt natürlich leider…

  3. Martin 30. Juli 2009

    Man darf nicht drüber nachdenken, wo unser Geld überall hingeht.

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