Was Microsoft jetzt aber als “Proof of Concept” vorgestellt hat, geht weit über diese Lichteffekte hinaus:
Eine Kinetic-Kamera nimmt die Umgebung um das TV-Gerät auf und vermisst die 3D-Struktur, um das ganze Zimmer für einen Breitwand-Beamer zu nutzen.
Damit können nicht nur Inhalte wie Spiele, Videos und Fotos über den Fernsehr ausgedehnt werden, es können auch Effekte passend zu den Inhalten erzeugt werden, z.B. Schnee und Regen, Schockwellen ein Comic-Look für die Einrichtung und vieles mehr:
Wenn es diese Technik bei der neuen Generation von Microsofts Spielekonsole XBox bis zur Anwendungsreife schafft wäre das für mich ein Argument, es noch einmal mit Spielekonsolen zu versuchen.
Die Playstation 3 von Sony etwa hat es trotz vielen Spielen, HD, 3D, PS3Eye und anderem Zubehör nie wirklich geschafft, mich so lange zum Spielen zu bringen wie ein PC oder inzwischen sogar iPhone und iPad.
Kennt ihr noch das Echtzeitstrategie-Spiel “Z” der “Bitmap Brothers”? Hier zur Erinnerung ein kleines Gameplay-Video:
Zugegeben: wenn man das Game wie ich als jugendlicher viele Stunden alleine und gegen Freunde auf Lan-Partys gezockt hat, outet man sich als Nicht-Digital-Native, aber die Nostalgie ist das wert ;)
Obwohl das Spiel ganz ohne den Bau von Basen und das Sammeln von Ressourcen auskam, war ich ein großer Fan. Die Spielmechanik war durchdacht, die Grafik und der Sound für die Zeit sehr gut, das Spiel war extrem detailverliebt und die Schöpfer bewiesen an vielen Stellen Humor.
Wie ich erst jetzt zufällig entdeckt habe, gibt es von “Z” eine seit längerem eine iOS- und seit einigen Monaten auch eine Android-Portierung. Für alle, die das Spiel geliebt haben oder auch neu entdecken möchten, hier die Links:
Einziger Schönheitsfehler der Versionen für iOS und Android: es fehlt der Multiplayer-Modus, denn gegen menschliche Spieler würde es wie damals auch heute viel mehr Spaß machen als gegen die nicht gerade überwältigende KI, aber vielleicht kommt das noch in einem Update?!
ElectronicArts hatte Spieler seines 3D Shooter Battlefield 3 von Dice dazu aufgerufen, Filme zum Wettbewerb “Only in Battlefield 3″ einzureichen, die tolle Scenen in BF3 zeigen und was für sie BF3 einzigartig macht.
Im Gewinnervideo schießt sich ein Spieler in der Karte Caspian Border aus seiner Su35t, um die verfolgende F18 mit einer RPG-7 zu zerstören und dann wieder in den eigenen Jet einzusteigen – sogar James Bond und Charlies Engel würde blass vor Neid ;)
Mein Favorit wäre übrigens dieses Video gewesen, weil es gut geschnitten ist und schön die vielen Möglichkeiten in Battlefield 3 zeigt:
Nicht im Wettbewerb aber immer noch toll für alle die BF3 nicht spielen:
The Beauty of Frostbite 2 – unbedingt in HD schauen:
Obwohl ich auch die meisten Teile der Call of Duty-Serie gespielt habt bin ich übrigens der Battlefield-Serie seit BF1942 aus dem Jahr 2002 treu – falls jemand Lust hat mit mir und Freunden aus Stuttgart, Leipzig und der Schweiz in einem Squad zu spielen, hier ist mein Battlefiel3-Profil.
Es gibt ja einige Pixel-Projekte, bei denen man zusamme mit anderen Besuchern der Seite etwas schaffen kann.
Ein neues, ganz einfaches Multiplayer-Game das ich sehr schön umgesetzt finde, gibt es unter swarmnation.com:
Hier muss man versuchen, mit anderen Besuchern der Website Figuren aus der Vorgabe oben rechts nachzubauen und man bekommt Punkte, wenn man Teil einer vollständigen Figur ist. Je nach dem Verhalten der Mitspieler kann das komplizierter sein als man denkt.
Wer hat früher nicht Stunden seiner Jugend bei Tetris oder Super Mario Bros. verschwendet ;) Jetzt kann man in einem kleinen Flash-Game auch wieder jede Menge Zeit zubringen und man muss sich noch nicht mal zwischen den beiden Spielen entscheiden, denn es gibt jetzt ein Mashup aus den beiden, was irgendwie ungewohnt aber doch ganz unterhaltsam ist:
Zum Thema “Wir zocken Freeware” habe ich beim sockenblog eine kleine Blog-Parade gefunden und tatsächlich finde ich auch bei vielen Spielen die Preise recht hoch, zumal ich mit den letzten Anschaffungen nur selten zuzfrieden war. Was liegt also näher, als sich neben Demos auch nach komplett kostenlosen Alternativen umzusehen.
Auch wenn ich inzwischen kaum noch zum Spielen komme hier meine beiden Favoriten bei den kostenlosen Spielen:
Von einem kommerziellen Anbieter (id) aber trotzdem kostenlos ist auch Quake Live. Das Spiel, das einfach als Browser-Erweiterung läuft wird jeden Fan der Quake-Serie wie mich begeistern. Viel Action, gewohnte Bedienung und schnell und einfach gestartet.
Mit einer der 15 Waffen die er auch im Schützenverein seines Vaters kennen und zu benutzen gelernt hat, hat der 17 Jähringe Tim K. den Amoklauf am 11.03.09 in Winnenden verübt bei dem 15 Menschen ermordet wurden. Seit dem wird sehr kontrovers über Waffen aber noch mehr über “Killerspiele” diskutiert. Obwohl ich aus meiner eigenen Erfahrung keinen Zusammenhang zwischen Computerspielen und realer Gewalt sehen kann und auch viele Studien eine Verbindung verneinen kann ich verstehen, dass man E-Sports-Turniere direkt nach dem Amoklauf absagt. Absolut kein Verständnis habe ich allerdings dafür, dass kurz nach der Bluttat wenige Kilometer entfernt eine Waffenmesse genau die Schusswaffen präsentieren und anpreisen darf, durch die gerade 15 Menschen getötet wurden.
Noch viel weniger verstehen kann ich allerdings, wie man jetzt immer noch Turniere verbieten kann, auf denen es um Spiele geht, die ab 16 bzw. sogar 12 zugelassen sind und bei denen nur Personen über 18 Jahren teilnehmen können während im gleichen Monat im gleichen Dorf ein Schützenverein ein Jugendturnier veranstaltet, bei dem sogar Schüler unter 12 Jahren mit Pistolen und Gewehren teilnehmen.
Es ist also völlig in Ordnung, schon Kinder unter 12 Jahren praktisch an realen Waffen auszubilden, mit denen sie sich sofort rumdrehen und Menschen töten könnten, wenn aber Erwachsene mit der Maus auf Pixel schießen ist das nicht ok und muss verboten werden. Noch jemand der da gewisse Verständnisprobleme hat?
Nicht, dass es an Studien, Untersuchungen und Papers mangeln würde, die zum Schluß kommen, dass “Killerspiele” nicht veranwortlich für reale Gewalt gemacht werden könnten, hier ist eine sehr interessante Arbeit von Ference Nagy (2006):
Besonders Kapitel 8 “Risiken von Computerspielen” (S. 51 ff) empfehle ich Politikern aus den südlichen Bundesländern, die mal eben Computerspieler mit Drogendealern und Kinderschändern gleichsetzen und gleich eine mögliche Internet-Zensur auf “Killerspiele” ausweiten wollen:
Auch lassen sich Handlungs- und Wahrnehmungsschemata nicht unverändert von der virtuellen Computerspielewelt in die reale Welt transferieren, da die Sinnzusammenhänge völlig unterschiedlich sind. Gewalt in der realen Welt „ist zweckgebunden und soll schädigen bzw. verletzen“ (LADAS 2003, S. 27ff.). Computerspiele hingegen sind für die Nutzer eher ein virtuelles Räuber-und- Gendarm-Spiel. Die Gewalt ist ästhetisiert und wettkampfartig, sie dient dem Vorankommen im Spiel oder dem Erreichen eines Highscore. Vor allem wird sie vom Nutzer nicht als Gewalt wahrgenommen, denn es fehlt das personelle
Gegenüber, das „psychologische Phänomen Opfer“ entsteht nicht. Die Gegner sind schablonenhaft dargestellte „Schießbudenfiguren“ ohne emotionalpsychologische Ausdifferenzierung, rein auf ihre Funktion reduziert, und werden daher von den Spielern eher als Inventar des Spieles wahrgenommen. Auch werden keine echten Schäden verursacht, da die Auswirkungen des Eliminierens eines Gegners auf die „engen Handlungs- und Wirkungszusammenhänge der virtuellen Welt“ beschränkt bleiben.
Wie Fritz weist Ladas darauf hin, dass Computerspiele im Gegensatz zu anderen Medien syntaktische statt semantische Zusammenhänge aufweisen (vgl. FRITZ 1999b, S. 82f.; vgl. LADAS 2003, S. 28f.), d. h. um die Dimensionen Empathie und Emotionalität verkürzt sind. Bei Film und Fernsehen werden Charaktere differenziert dargestellt, die Handlung steht im Vordergrund. Dadurch sind eine emotionale Beziehung zu den Charakteren, der Handlung, und auch die Entstehung von Opferrollen möglich. Bei Computerspielen hingegen geht es um das Beherrschen von Reiz-Reaktions- Abfolgen im interaktiven Teil, die Geschichte oder Entwicklung der Charaktere tritt in den Hintergrund und wird nur in gelegentlichen kurzen Filmsequenzen weitergeführt.
Daher ist ein „ungefilterter Transfer von Handlungsskripts“ in die reale Welt unwahrscheinlich und eher „eine Folge psychischer Störungen einzelner Individuen als ein Effekt der Spielnutzung im Allgemeinen“. Zum einen macht das „Töten für den Highscore“ in der Realität keinen Sinn, zum anderen kann Gewalt, die nicht als solche wahrgenommen wird, „auch nicht abstumpfend oder brutalisierend wirken“.
Die Wii ist wohl vor allem dank der einfachen und neuen Art der Bedienung mit 50 Mio. verkauften Einheiten (nach 130 Wochen) die erfolgreichste Spielekonsole aller Zeiten. Die xbox 360 folgt nach der Playstation erst auf den hinteren Plätzen. Vielleicht ändert sich das ja mit Natal. Mit der neuen Technologie soll die xbox 360 ganz ohne Controller auskommen, indem Körper, Gesten, Sprache und Gesicht des Benutzers erkannt werden:
Die Idee ist nicht ganz neu, für die Playstation gab es auch schon eine Kamera (Playstation Eye) und man konnte Gesten für die Steuerung einsetzen. Die Umsetzung von Microsoft sieht vielversprechend aus und könnte die Kommunikation nicht nur mit Spielekonsolen weiter vereinfachen und unterhaltsammer machen.
Das System soll aus Kamera, Entfernungsmesser, Mikro und dazugehörendem Prozessor mit spezieller Software bestehen. Viel mehr und vor allem wann Natal verfügbar sein wird verrät das entsprechende Dokument von Microsoft allerdings noch nicht.