Die wichtigesten Trends bis 2012

Das Marktforschungsinstitut Gartner (www.gartner.com) hat eine Liste herausgegeben, welche Trends sich bis 2012 durchsetzen sollen:

  • Multicore- und Hybrid-Prozessoren
  • Virtualisierung und Fabric-Computing
  • Soziale Netzwerke und Soziale Software
  • Cloud-Computing und Cloud-/Web-Plattformen
  • Web-Mashups
  • Neue User Interfaces – Multi-Touch-Interfaces wie in Apples iPhone oder Microsofts Surface
  • Allgegenwärtiges Computing
  • Kontextbezogenes Computing
  • Erweiterte Realität
  • Semantik
  • OLED-Displays, Digitalen Whiteboards und E-Papier
  • Bewegungssensoren

Recht viel bekanntes in dieser Liste – Multicore-Prozessoren erfreuen sich schon seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit, schon weil sich der Takt nicht beliebig steigern läßt. Social Networks und Software sind neben Cloud-Computing, Semantik und Ubiquitous Computing sind ebenfalls nicht wirklich neue Themen und neue Eingabemöglichkeiten wie Multitouchscreens in Kombination mit Bewegungssensoren haben einen Hauptanteil an der Beliebtheit von Apples iPhone/iTouch und Microsofts Surface.

Bleibt abzuwarten, was sich in 4 Jahren wirklich durchgesetzt hat und wie es auch in der breiten Masse unseren Arbeitsplatz Computer verändern wird.

via winfuture

Soft touchdown: Marssonde Phoenix gelandet

Gerade konnte man auf CNN “live” aus der Nasa mission control sehen, wie die Mars-Sonde Phoenix ganz nach Plan auf der Marsoberfläche aufsetzte. Tatsächlich haben die Funksignale vom Mars allerdings etwa eine Stunde gebraucht.

Die Sonde ist in der Nähe des Nordpols gelandet und soll Wasser-Eis-Vorkommen untersuchen, unter anderem auf Spuren von Leben. In ein paar Stunden wird sich herausstellen, ob sich die Solarpanel entfaltet haben und die Sonde voll einsatzbereit ist.

Mehr Infos zur Mars-Mission gibt es auf der Nasa-Website.

Dabei ist mir übrigens diese lustige, schon etwas ältere HP-Werbung eingefallen:

[flash http://www.youtube.com/watch?v=w0GTUFY8_5I]

Open-Source Surface: Touchscreen selbst bauen

Das man nicht 10.000$ für den Touchscreen-Tisch Surface ausgeben muss, hat schon der Student Tim Roth gezeigt.

Unter dem Namen “Cubit” gibt es jetzt ein Open-Source-Projekt des New Yorker Kunst- und Technologiezentrums Eyebeam. Neben der freien Software soll es auch “Do-it-yourself-Kits” geben, mit denen man sich mit etwas Geschick ein vergleichbares Gerät zu Surface bauen kann und das ganze für nur 500 bis 1000 Dollar.

Gläsern dank Wiedererkennung und Bewegungsprofilen im Kaufhaus

Das man durch die Vorratsdatenspeicherung jetzt schon (je nach Zellengröße) grobe Bewegungsprofile erfassen kann, scheint vielen offensichtlich nicht weit genug zu gehen: Handys machen Kunden sichtbar

Man sollte also bald nur noch ohne Handy, Kredit-, EC- und Bonus-Karten, Pass (RFID-Chip) und mit Störsender, Infrarot-Strahler über dem Kopf oder vermummt durch die Stadt laufen…

Ideen gibts: Wärme in Container verpacken

Normale Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung verschwenden sehr viel Energie, weil die Wärme einfach in Kühltürmen verpufft. Dadurch kommen z.B. modernste Kohlekraftwerke meist nur auf Wirkungsgrade unter 45% – bei Kraftwerken mit KWK sind es bis zu 90%.

Da hört sich die Idee, Wärme in Containern zu speichern und diese dann zu den Verbrauchern zu transportieren nicht mehr so ausgefallen an: “Wärme per Container“.

Wieviel Satellitennavigationssysteme braucht man eigentlich…

Galileo“, das europäische Satellitennavigationssystem soll also trotz Austieg der Wirtschaft realisiert werden - mit 3,405 Mrd. Euro aus Steuergeldern. Wie üblich wird das ja sicher deutlich teurer werden.

Nicht, dass ich es nicht verstehen kann, dass jeder ein eigenes Satellitennavigationssystem will, aber wird irgendwann nicht auch der Platz im erdnahen Orbit” eng? ;)

Besonders, wo es neben GPS bald GPS2 geben soll, die Russen nächstes Jahr GLONASS online haben, China und Japan mit Compass und MTSAT schon eigene Satellitennavigationssysteme betreiben und Indien auch ein eigenes System plant…

Roboter-Quallen mit Schwarmintelligenz

Von der Firma Festo in Esslingen, gibt es zu Forschungszwecken intelligente Mini-Roboter in Form von Quallen, die sich in der Luft (AirJelly) und unter Wasser (AquaJelly) bewegen können.

Nicht nur, wenn man schon die RoboCup Rescue League kennt, kann man sich da spannende Einsatzgebiete vorstellen – obwohl die Quallen auch alleine schon als Kunst-Installationen durchgehen würden.

Die Quallen nehmen über Sensoren Licht, Druck, Funksignale und die Stellung Ihres Elektroantriebs wahr und können dank der Funk-Kommunikation einfaches Schwarmverhalten zeigen.

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