SWR: Schnitzel ohne Fleisch

In letzter Zeit versuche ich auch etwas von Soja-Produkten weg zu kommen, vor allem von den nicht fermentierten.

Da sind Seitan-Produkte natürlich eine willkommene Abwechslung von reinem Obst und Gemüse, auch wenn man da von Nicht-Vegetariern und -Veganern oft Kritik und Spott ernten wie „Ich baue mir ja auch kein Salat aus Wurst nach“…

Hier ein Bericht vom SWR, Test-„Esserin“ der Würstchen war übrigens Netje, die Hündin einer Freundin vom HGV:

Weltvegetariertag

Am 1. Oktober ist seit 1977 Weltvegetariertag! Mir geht das eigentlich nicht weit genug und mein Motto ist ja „go vegan“ aber vegetarisch zu leben ist sicher schonmal ein guter Anfang ;)

Trotz fast 1 Mio. Veganern und etwa 8 Mio. Vegetariern in Deutschland werden aber leider immer mehr Tiere in den Schlachthöfen getötet und das anscheinend nur, damit auch immer mehr Fleisch und tierische Produkte weggeworfen werden können.

Wäre das Leid der Tiere dabei nicht schon schlimm genug, wird dadurch völlig unnötig der Treibhauseffekt mit CO2 und Methan angeheizt, Land, Wasser und Energie vergeudet und das Grundwasser und die Erde mit Nitrat und anderen Schadstoffen verschmutzt. Da fällt mir ein Zitat von Einstein ein:

Nichts wird die Chance auf ein überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin, fühle mich aber ganz wohl dabei. Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht als Raubtier geboren ist.

Albert Einstein
Quelle: Brief an Hans Mühsam, 30.3.1954, Einstein-Archiv 38-435

Milchpreis bei 1,80€

Gestern brauchte ich mal dringend wieder etwas Milch. Ich will ja eigentlich nicht jammern, aber die Preise sind langsam schon ganz schön gesalzen, für einen Liter zahle ich im Supermarkt um die Ecke inzwischen bis zu 1,80€.

Da fragt man sich schon, wieso Milchbauern einen Liter Kuhmilch für 43Cent abgeben möchten, wenn man bedenkt, wie schwierig die „Erzeugung“ von Kuhmilch im Vergleich zu Sojamilch ist. Sojabohnen wirft man direkt in eine recht einfache Maschine, sie werden zerkleinert, zerquetscht, erhitzt und unten kommt direkt Milch raus. Man muss nicht Sojaschrot und anderes zu den Bauern fahren, die hier mehrere Kilo Futter an anfällige und deswegen oft mit teuren Medikamenten behandelte Hochleistungs-Kühe für einen Liter Milch verfüttern, um die Kühe dann zu melken, die Milch vorzubereiten und dann wieder mit Tanklastern in die Molkerreien zu transportieren, um da die Milch aufzubereiten und sie erst dann an die Läden auszuliefern.

Liegt es also an Subventionen oder an der großen erzeugten Menge, dass Sojamilch so viel teurer ist, als Kuhmilch, für die man so viel mehr Ressourcen einsetzen muss und die so viele Nachteile bringt?

Vorteile von Sojamilch:

  • Geschmack je nach Art kaum von Kuhmilch zu unterscheiden
  • enthält kein Cholesterin
  • ist frei von Antibiotika und Hormonen
  • frei von Laktose, daher unbedenklich für Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milchallergie
  • kann Menschen mit Diabetes helfen, den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten
  • gute Quelle von Lecithin und Vitamin E
  • enthält kein Casein
  • bietet Isoflavone, denen ein positiver Einfluss auf die Gesundheit zugeschrieben wird
  • der Gehalt an Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett ist vergleichbar mit Kuhmilch
  • Sojaeiweiß hat gleich hohe Bioverfügbarkeit wie tierisches Eiweiß, da es alle acht essentiellen Aminosäuren in günstiger Zusammensetzung enthält
  • ist effizienter, es können viel mehr Menschen pro Fläche versorgt werden, als über den Umweg Milchkuh
  • es werden viel weniger Wasser und andere Ressourcen verbraucht
  • anders als bei Kühen wird kein CO2 und kein bis 25 fach klimawirksameres Methan erzeugt, natürlich auch keine andere Schadstoffe wie z.B. Gülle die das Grundwasser belasten kann
  • keine ethischen Bedenken (Massentierhaltung)

EU macht beim Verbot von Kosmetik-Tierversuchen ernst

Wie TR berichtet, sollen in der EU tatsächlich endlich Schluss sein mit Tierversuchen, in denen nur Cremes, Lotionen, Make-ups, Gels, Peelings, Masken, Shampoos, Conditioner, Tröpfchen und Suspensionen, die Parfüms, Deos und ähnlicher Schrott an Kaninchen und anderen unglückseeligen Kreaturen getestet werden. Allerdings erst ab Anfang 2009 aber immerhin …

via heise

Leben für Veganer immer leichter

Gerade esse ich ein neue, leckere Art von probiotischem Yofu mit Heidelbeeren, ein Joghurt auf Soja-Basis. Eines von vielen neuen Produkten, die ich in letzter Zeit ausprobiert habe. Egal ob neue Arten von Milch, Joghurt, Eis, Würstchen, Tofu, Weizeneiweiß-Fleischersatz, Schuhe ohne Leder, lederfreie Gürtel usw. – das Leben für mich als Veganer wird in letzter Zeit immer einfacher und man muss auf immer weniger verzichten :)

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Mal wieder ein Veganer bei „Wer wird Millionär“

Ok, erwischt, ich schaue gerade nebenbei „Wer wird Millionär“ auf RTL…

Lustigerweise sitzt da mal wieder ein Kandidat, der Veganer ist – allerdings mit Lederschuhen. „Man muss manchmal auch Kompromisse eingehen“ .. hmm, ok aber es gibt doch jede Menge vegane Schuhe – sogar zu offiziellen Anlässen habe ich inzwischen welche gefunden. Dafür hatte er gerade eine längere Diskussion mit Günter Jauch, das Fisch ja auch Fleisch ist, auch wenn der eingefleischte Fisch- und Fleisch-Esser Jauch das nicht einsehen mag ;)

Wer wird Millionär
Foto: RTL

Das obligatorische Peta-Shirt hat der Kandidat auch an und ist wie üblich nicht gerade der typische Publikum-Liebling… Irgendwie erinnere ich mich gerade an jemand, der sagte „Warum sind die Veganer bei Jauch immer solche Sonderlinge“ ;)

Persönlichen CO2-Ausstoß berechnen

Die Politik diskutiert schon lange über den Abbau von CO2-Emissionen – erst um die Klimaerwärmung zu verhindern, inzwischen nur noch um den Schaden vielleicht etwas einzudämmen (aktuell max. 2 Grad?!). Wir produzieren jeden Tag CO2 – oft mehr als man sich vorstellen kann. Um mal einen Überblick über die Menge des persönlich erzeugten CO2 zu erhalten, hat das bayrische Landesamts für Umwelt einen CO2-Rechner entwickelt.

Hier trägt man auf wenigen Seiten einige Daten zu seinen Lebensstil ein und erhält am Ende eine ausführliche Auflistung des eigenen CO2-Ausstoßes. Dazu gibt es auch Tipps und Tricks wie man CO2-Emissionen vermeiden kann.

Besonders gut finde ich auch, dass die Ernährung auch mal angesprochen wird. Durch die Massentierhaltung wird neben enormen Mengen CO2 auch sehr viel Methan produziert. Methan ist ein ca. 16 mal wirksameres Treibhausgas als das viel genannte CO2 – einer von vielen Gründen, waum ich nicht nur Vegetarier (siehe Milchkühe) sondern Veganer bin!