Der Staatstrojaner in dreieinhalb Minuten
via netzpolitik
Vor kurzem ist in Berlin der 24. Kongress des Chaos Computer Clubs zu Ende gegangen. An vier Tagen ging es unter dem Motto “Volldampf voraus” um interessante Themen wie TOR (Anonymisierungsdienst), “Bundestrojaner”, Wahlcomputer, Viren und Trojaner, eBooks, Privatshpäre, Sicherheit, Hacks, “Getting Things Done” und natürlich auch Verschwörungstheorien ;)
Wer keine Zeit oder Gelegenheit hatte, selbst anwesend zu sein, kann sich jetzt die Videos der Vorträge von zahlreichen Mirror-Servern herunterladen – super Service!
Wer sich jetzt noch einen Reisepass holt, kommt zwar nicht mehr um den Funk-Chip, durch den man eventuell die Daten unbemerkt auslesen kann, zumindest aber für einige Zeit um die Erfassung der Fingerabdrücke herum. Darauf macht der CCC jetzt aufmerksam. Ab 01.11.07 werden dann die Fingerabdrücke abgenommen – toller neuer Service, den man früher erst nach einem Verbrechen genießen durfte…
Ist der “Bundestrojaner” oder euphemistisch “Remote Forensic Software” gennant nur die Spitze des Eisbergs?
Entwurf des BKA-Gesetzes beim CCC / Entwurf des BKA-Gesetzes vom 11.07.2007 (6,5 MB, PDF)
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Ok, nicht die frischeste Meldung, aber irgendwie kann ich mir einen Kommentar doch nicht verkneifen: Die Bundesregierung musste zugeben, dass sich auf Regierungscomputern bereits seit einigen Monaten chinesische Überwachungsprogramme befunden haben, die das Lesen und Verändern von Daten erlaubt haben.
Also auf Ideen kommen Leute *kopfschüttel*. Ich war immer der Meinung, Geräte und User-Interfaces sollten sich an den Menschen anpassen – jetzt lässt sich aber ein Mann an sein iPhone anpassen: Daumenoperation wegen iPhone Display-Tastatur. Da kommt mir wieder der Body Hacking-Vortrag von Quinn Norton in den Sinn und die Frage, wie bald und wie weit wir unsere Körper noch verändern werden…