martins privates blog - Wieder ein Blog aus Stuttgart ;)

“Datenskandal” auch in Stuttgart

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Auch die Stadt Stuttgart hat Konten von 1760 Mitarbeitern mit Lieferantenkonten zur Korruptionsprävention abgeglichen.

Siehe swr.de: OB Schuster verspricht Mitarbeitern Aufklärung und sn: OB Schuster geht auf Distanz zu Rechnungsprüfern

 

GPrivate?

Diese Woche bin ich auf eine Liste im Artikel “Was weiß Google über Dich/Mich?! ALLES…“  gestoßen, die mich an eine Diskussion von kurzem zum Thema Web 2.0 erinnert hat. Ist schon beunruhigend, wie viele Daten da für Google zusammenkommen.

Erst dachte ich noch “So viele Google-Dienste nutze ich doch gar nicht!?”. Nach etwas überlegen kommt da ja doch einiges zusammen, wo man nicht immer automatisch an Google denkt:

Suche, Bilder- und Local-Search, Maps, Earth, Adsense, FeedBurner, GMail, Youttube. Auch wenn ich Artikel auf Blogs von blogger.com oder andere Websites mit Google-Werbung lese, hinterlasse ich Spuren bei Google.

Vielleicht doch nochmal dem Tor-Netzwerk eine Chance geben oder andere Anonymizer-Dienste anzuschauen ;)

 

Von wegen unbegrenzt Surfen

Als ich mir vor einer Weile ein neues Handy, vor allem zur Internet-Nutzung unterwegs gesucht hatte, war ich wegen auslaufenden Vertrags relativ offen, was Anbieter und Handy anging. Nachdem ich mir von Kollegen zumindest UMTS-Sticks von E-Plus bzw. Base ausleihen konnte und der Empfang mit Notebook auf meinen üblichen Wegen teilweise miserabel war, hatte ich das Netz schonmal ausgeschlossen und wollte mir O2, Vodafone und t-Mobile genauer anschauen. Nach ersten Tests mit diversen Geräten von HTC, Nokia und LG war ich auch relativ entäuscht und bin nach einigem hin und her bei t-mobile und dem iPhone G3 mit 500MB pro Monat gelandet und bin bislang sehr zufrieden mit dieser Wahl. Zumindest mit der Technik, nicht mit den Datenschutz-Schwachstellen, die aber erst nach dem Vertragsschluss bekannt wurde ;)

Eine Sorge war am Anfang allerdings, wie viel Traffic ich monatlich produzieren würde. Schließlich nutze ich den t-mobile-Zugang außer mit dem iPhone auch per UMTS-Stick am Notebook und jedes weitere MB würde mit heftigen 0,49 € berechnet.

Genau das Problem hatte jetzt Matthias: Ärger mit Vodafon. Nachdem ich oft live per MSN mitverfolgen konnte, wie häufig seine Vodafon-Verbindung abriss ist jetzt ganz Schluss. Vodafon hat seinen Zugang komplett gesperrt und der Support gibt sich unerreichbar. Matthias hat die 5GB “Flatrate” für knapp 50€ im Monat seit 4 Jahren genutzt und das Volumen jetzt das erste mal überschritten. Dafür gleich ordentlich mit etwas über 2GB und da jedes zusätzlich MB bei ihm sogar mit 0,59€ berechnet wird, bedeutet das statt 50€ mal eben 1050€! Dummerweise kannte er die Preise nicht und hatte anscheinend auch keine Möglichkeit zur zuverlässigen Kontrolle.

Da bin ich froh, dass ich t-mobile gewählt habe. Erstens habe ich kaum Probleme mit der Verbindungsqualität, weil eigentlich immer Edge verfügbar ist, wenn UMTS mal nicht drin ist. Vor allem kann ich aber auf der t-mobile-Website genau sehen wie viel Traffic ich schon verbraucht habe. Allerdings nutze ich auch nicht ausschließlich den mobilen Zugang sondern je nach Büro in dem ich gerade arbeite DSL-Flatrates von Arcor, 1&1 oder T-Online, so dass es sich gut verteilt ;)

Ist das nur mein subjektiver Eindruck oder häufen sich Berichte von “Flatrate”-Kunden (Egal ob Tel. oder Daten) die wegen zu starker Nutzung gesperrt werden oder ohne Warnung in die Kostenfalle laufen?

 

Datenschutz 2.0

Die Telekom hat einen Datenschutz-Skandal nach dem anderen, Regierungen und staatliche Organisationen (nicht nur in England) verlieren oder veröffentlichen ungewollt private Daten, Trojaner, Spyware und Phishing-Attacken stehlen private Daten – als Datenschützer hat man es nicht eben leicht.

Anders als bei den oben genannten Problemen haben Nutzer im Web 2.0 allerdings Einfluß darauf, welche Daten sie veröffentlichen und welche nicht. Und das ist auch gut so, denn nach einer Studie des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie ist es um den Datenschutz in den untersuchten Netzwerken (MySpace, Facebook, studiVZ, wer-kennt-wen, Lokalisten, XING und LinkedIn) nicht sehr gut bestellt:

Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen (PDF)

Obwohl auch noch mit erheblichen Problemen schnitt facebook am besten ab, ganz am Ende finden sich die Lokalisten.

Mal schauen, ob ich für blogoscoop Schlüsse aus der Studie ziehen kann – obwohl hier jetzt schon Spitznamen gehen, die E-Mail-Adresse geheim bleiben kann und auch die Sichtbarkeit von persönlichen Daten eingeschränkt werden kann :)

via e-recht24.de

 

Ortsbasierte Soziale Netzwerke

Beim Barcamp Stuttgart hatte ich mich mit einigen Leuten auch über Location Based Social Networking und die Möglichkeiten unterhalten.

Ich muss sagen, dass ich den geografischen Kontext in Web-Anwendungen recht interessant finde. Deswegen habe ich auch die Nachbar-Blogs in blogoscoop eingebaut, mit denen man sehen kann, wer in der Nähe noch so bloggt und irgendwann sollen noch weitere Möglichkeiten über entsprechende RSS-Feeds folgen.

Allerdings halten mich bis jetzt immer noch etwas Datenschutzbedenken davon ab, auch auf dem iPhone die verschiedenen Möglichkeiten des GPS voll auszuschöpfen. Ein guter Artikel zum Stand bei den Location-Based Netzwerken, die sich dem iPhone bedienen findet sich aber hier:

techcrunch.com: The State of Location-Based Social Networking On The iPhone

Ach und passend dazu:


Comic von Geek & Poke unter Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 License

 

Daten-”GAU”?!

Ich versteh mal wieder nicht, warum jetzt alle Welt so einen Aufstand um den Daten-”GAU” und die Weitergabe von persönlichen Daten macht (siehe Illegaler Handel mit Kundendaten: Der “GAU” wird immer noch größer).

Da geben die Leute bei jeder Gelegenheit alle persönlichen Daten preis (Adresse, Bankverbindung, Geburtstag, Perso-Nummer, Einkaufsgewohnheiten, Daten von Bezahlungen, …) nur, um mit einer Chance von 1:1 Mio. eine Tasse oder ein T-Shirt zu gewinnen bzw. 2% beim Einkauf zu sparen und dann ist die Verwunderung groß, dass die Datenhändler die eigentlichen Gewinner sind.

Die Meinung zur elektronischen Gesundheitskarte scheint sich ja gerade schon zu verändern – ob auch immer noch über 50% der Deutschen für heimliche Online-Durchsuchung, zentrales Melderegister,  Vorratsdatenspeicherung usw. sind oder muss es da noch öfter passieren, dass Überwachungs- oder Meldedaten öffentlich im Netz stehen? ;)

 

Erfasst

Ich bin auch einer der “Glücklichen”, die schon die neue, eindeutige Steueridentifikationsnummer erhalten haben, die zukünftig alle Bürger der BRD von Geburt an bis 20 Jahre nach den Tod verfolgen und gläsern machen wird.

Musterklage gegen Nummer findet sich hier, wird aber wahrscheinlinch in etwa so erfolgreich sein, wie in den 1970ern in der DDR gegen deren ID zu klagen. Vielleicht macht man sich ja auch heute schon wieder verdächtig, weil man für Datenschutz ist, denn wer nichts zu verbergen hat hat ja nie was zu befürchten…

 

Umfrage zum Datenschutz in Spielen

Spätestens seit Ingame-Werbung und den Bestrebungen,  verhalten in Spielen zu erfassen und auszuwerten sollte man sich auch bei Online-Games ein paar Gedanken zum Thema Datenschutz machen.

Dazu gibt es jetzt vom unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein das Projekt DOS – Datenschutz in Online-Spielen.

Zu dem Projekt gibt es jetzt eine kleine Umfrage:

https://www.datenschutzzentrum.de/dos/umfrage/

Das Ziel:

Der Zweck dieser Umfrage besteht darin, ein Stimmungsbild der Spieler von Online-Spielen hinsichtlich ihres Interesses für Datenschutz zu gewinnen. Daher bitten wir Sie als Spieler um ihre Unterstützung durch Teilnahme an dieser Umfrage, ungeachtet dessen, wie Ihre Haltung dem Datenschutz in Online-Spielen gegenüber ist.

 

Google Street View startet mit Tour de France i Europa

Jetzt kann man dank Google virtuell an der Tour de Frace teilnehmen und die Strecke im Browser abfahren.

Google Lat Lon Blog: Tour the Tour de France with Street View

Zitat:

The Tour de France route marks our first launch of Street View imagery in Europe, and we’re bringing with us some of our newly released features such as ground-filling and face blurring, but we’re also introducing some more new features.

Damit startet Google Street View auch in Europa. Schön zu sehen, dass man aus den Problemen in den USA gelernt hat und z.B. aus Datenschutzgründen die Gesichter von Passanten unkenntlich macht (face bluring).

Ein weiteres neues Feature, das ich zumindest unterwegs viel interesanter findet:
Google Maps für Handys bekommt Spracherkennung

 

Datenschutz ist Bürgerrecht

Gestern gab es auf Phoenix die Live-Übertragung der ersten Lesung des neuen BKA-Gesetzes zu sehen.  Eine Zusammenfassung gibt es hier: tagsesschau.de: Gesetz für eine “Monsterbehörde”?

Ich habe letzt schon im Blog von Henning etwas meiner Frustration Luft gemacht, was die Möglichkeiten zur Abwendung immer weiterer Überwachung angeht, trotzdem hier ein Linktip, den ich über twitter gefunden habt:




www.datenschutz-ist-buergerrecht.de

Hier gibt es neben News (RSS-Feed) unter anderem auch einen kleinen Datenschutztest und Hintergrundinfos.

Damit habe ich wohl schon genauer hingeschaut, als eine Autorin von sueddeutsche.de ;)

 
 
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