Googles Browser Chrome ist jetzt in der Version 13 verfügbar. Eine der wichtigsten Neuerungen ist “Instant Pages“. Dabei versucht Google Chrome vorauszuahnen, welchen Links der Benutzer folgen wird und beginnt die Seiten im Hintergrunde vorab zu laden, bevor der Benutzer auf einen Link geklickt hat. Ruft der User die Seite dann tatsächlich auf, beträgt die Ladezeit im Idealfall 0.0 Sekunden.
Google bewirbt Instant Pages mit diesem Video:
Im praktischen Test konnte ich die versprochene enorme Geschwindigkeitsverbesserung kaum oder gar nicht nachvollziehen. Das ungefragte Laden von Websites, die ich als Benutzer vielleicht gar nicht besuchen möchte, bringt aber Probleme mit sich:
Für Internetsurfer: Durch das prefetching in Google Chrome werden Inhalte auf den Computer geladen und ggf. im Browser Cache gespeichert, die der Benutzer nie angeschaut hat. Damit ist es möglich, dass z.B. illegale oder fragwürdige Inhalte auf dem Rechner gespeichert werden. Hier können Sie von anderen z.B. auch von Strafverfolgungsbehörden gefunden werden. Zudem kann auch die eigene IP-Adresse im Zusammenhang mit den vorab geladenen Seiten extern erfasst und gespeichert werden oder es werden lokal Cookies abgelegt. Von außen ist kaum zu unterscheiden ist, ob der Benutzer die Seite aufgerufen hat oder ob Google Chrom das ohne Wissen des Users getan hat.
Für Website-Betreiber: Es werden Hits, Page Impressions, Seitenaufrufe usw. verzeichnet, die nie wirklich stattgefunden haben und die Statistiken verfälschen. Zudem wird Google dem vermutlich in Google Analytics entgegenwirken, so dass der datenschutzrechtlich problematischen Dienst von Google bessere Ergebnisse liefern kann als andere.
Hier eine kleine Anleitung, wie man das prefetching in Google Chrome deaktivert:
1. Auf den Button “Google Chrome anpassen” gehen.
2. “Optionen” auswählen.
3. Auf “Details” gehen.
4. Haken bei “Netzwerkaktionen voraussehen, um die Ladegeschwindigkeit zu verbessern” entfernen – fertig.
Irgendwie verstehe ich nicht ganz, ob die Deutschen vergessen, was eine URL ist oder einfach die beiden Felder dauernd verwechseln ;) Wie ich darauf komme? Fast alle der beliebtesten Suchbegriffe sind Teile von bekannten URLs:
ebay
youtube
wetter
gmx
google
video
wikipedia
web.de
bild
telefonbuch
Ähnlich sieht es bei den “schnellstwachsenden Suchbegriffen” aus:
Diese Woche bin ich auf eine Liste im Artikel “Was weiß Google über Dich/Mich?! ALLES…“ gestoßen, die mich an eine Diskussion von kurzem zum Thema Web 2.0 erinnert hat. Ist schon beunruhigend, wie viele Daten da für Google zusammenkommen.
Erst dachte ich noch “So viele Google-Dienste nutze ich doch gar nicht!?”. Nach etwas überlegen kommt da ja doch einiges zusammen, wo man nicht immer automatisch an Google denkt:
Suche, Bilder- und Local-Search, Maps, Earth, Adsense, FeedBurner, GMail, Youttube. Auch wenn ich Artikel auf Blogs von blogger.com oder andere Websites mit Google-Werbung lese, hinterlasse ich Spuren bei Google.
Vielleicht doch nochmal dem Tor-Netzwerk eine Chance geben oder andere Anonymizer-Dienste anzuschauen ;)
Ok, ich bin bekennender Statistik-Fan und muss gestehen, zumindest zu Test-Zwecken verwende ich neben verschiedenen anderen Tools auch Google Analytics. Jetzt kommt ein neues Tool dazu, das man sich bald anschauen kann:
Leider wird es wohl noch etwas dauern bis der neue Service raus aus der beta-Phase ist und ihn jeder nutzen kann. Man kann gespannt sein, wie es sich im Vergleich zu Google Analytics schlägt, zumindest hat etwas Konkurrenz selten geschadet ;)
Wenn es die Regierungen schon nicht schaffen, den CO2-Ausstoß in den Griff zu bekommen und die kommende Klimaerwärmung zumindest noch abzuschwächen, vielleicht kann es die Industrie selbst, weil es sich für sie lohnt?
Keynote von Eric Schmidt (Google) beim Corporate EcoForum, unter ihnen Manager von Coca-Cola, Motorola, Clorox, Microsoft und 500 andere: