Solar-Schiff wie aus Star Trek

Nur mit Sonnenkraft in 140 Tagen rund um die Erde, das ist das Ziel, dass 2011 mit der SolarPlanet erreicht werden soll. Das 10 Mio. Euro teure Schiff wurde letzten Freitag in Kiel vorgestellt.

Der Katamaran, dem im April der Stapellauf bevorsteht, ist 31m lang, 15m breit. Es sind über 500 m² Solarzellen verbaut, die die 4 Elektromotoren mit 176 Kilowatt  Leistung versorgen (239PS) und die SolarPlanet auf max. 15 Knoten (knapp 30km/h) beschleunigen. Von den 40 Tonnen, die das größte solarbetriebene Schiff der Welt wiegt, nehmen die Akkus schon 11,7 Tonnen in Anspruch. Die Akkus speichern 1,3 MWh.

Wenn man sich den Doppelrumpf anschaut, kann man verstehen, warum viele Journalisten parallelen zu den Warp-Gondeln der Föderations-Schiffe aus Star Trek ziehen:

Bild vom Bau von Alexis Domjan unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.

Mehr Fotos gibts auf der offiziellen Website zum Schiff : www.planetsolar.org/multimedia-photos.de.php

Kleiner Wehrmutstropfen: Die verbauten Solarmodule sollen die leistungsfähigsten momentan am Markt verfügbaren Solarzellen sein. Sie stammen allerdings nicht wie das Schiff aus Deutschland sondern aus den USA. Inzwischen kommen laut n-tv 7 der 10 ertragreichsten Photovoltaik-Elemente aus Asien, nur eins aus Deutschland.

Auch wenn mit Wind bei weitem mehr Strom erzeugt wird als mit der Sonne fragt man sich schon, wie die Politik immer stolz von der Marktführerschaft reden können, wenn man sich mal die Weltmarktanteile bei den Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien anschaut.

Ist eigentlich schon jemand auf die Idee gekommen, Wind- und Sonnenkraft zu kombinieren, z.B. ein Schiff mit Solarkollektoren, Lenkdrachen wie von SkySails und einem Flettner-Rotor? ;)

Zukünftig T5!

Nachdem ich schon vor einiger Zeit die Beleuchtung in meinen Aquarien verringert hatte, überlege ich gerade die kleineren Aquarien zugunsten eines großen Aquariums aufzugeben. Nur Preis und vor allem der Stromverbrauch für ein größeres Aquarium hatte mich bislang abgeschreckt, passt das doch so garnicht zu meinem sonst eigentlich ganz passablen ökologischen Fußabdruck (kein Auto, vegane Lebensweise, keine Flugreisen, Engeriesparbemühungen…) ;)

Nachdem ich den Artikel “Jenseits der Energiesparlampe” gelesen und dort einen Vergleich zur Effizienz von Lichtquellen gesehen habe (T5 weit vor Energiesparlampen und LED), wäre ein Aquarium mit T5-Leuchtstoffröhren ja vielleicht doch drin. Mal schauen ob sich dank Online-Shops / eBay auch was preislich Interessantes findet oder kennt jemand eine günstige Quelle in der Region Stuttgart (Zoo Kölle und Flora 2000 mal ausgenommen)?

15 Cent/kWh – Billiger Strom aus der Sahara?

Wieder mal der Vorschlag, die Wüsten zu nutzen, um uns mit Energie zu versorgen: Sahara als Stromquelle für die EU

Auch wenn ich die Idee, Wasserstoff oder Öl und Gas aus Plankton zu erzeugen besser finde, weil Gas oder Öl vielfältiger verwendet werden können, z.B. für Antriebe und zur effizienten lokalen Strom- und Wärme-Erzeugung ist das Erstaunliche an dem Konzept, das der Strompreis auch durch den Aufbau eines “Supergrids” um den Strom nach Europa zu transportieren und der Photovoltaikanlagen bei nur 15 Cent pro kWh liegen soll.

Details gibt hier: A Vision for Photovoltaicsin a Mediterranean Grid (PDF-Datei).

Worte, die ich nicht mehr hören kann: Stromlücke

Irgendwie muss ich bei “Strom-Lücke” immer an die Angst vor der Bergwerksstollen-Lücke aus dem Film “Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben” denken ;)

Dank der dauernden Wiederholung in allen Medien höre ich Immer öfter: “…ja aber wir brauchen doch die Atomkraft! Wir improtieren doch jetzt schon den meisten Strom, z.B. von den Franzosen mit ihren vielen AKW..”.

Neben dem versprechen, billigen Strom zu liefern ist die Angst vor Unterversorgung wohl einer der Gründe, warum die Akzeptanz der Atomkraft steigt, obwohl nach vie wor niemand den ganzen Müll haben will und sich in letzter Zeit Störfälle häufen.

Zurück zum drohenden Strom-Mangel: Umweltorganisationen und die Zahlen der Energieerzeuger (Verband der Elektrizitätswirtschaft) selbst sagen da was anderes: