Videos übers Web zu schauen wird immer beliebter. Laut einer Studie von bitkom nutzen 3 von 4 Internetnutzern in Deutschland (das sind allein bei uns über 25.6 Mio. Menschen) die Möglichkeit, Videos übers Web zu schauen. Und dabei sind nicht nur Web 2.0-Plattformen wie youtube, sevenload, viemo, dailymotion, myvideo, clipfish und viele andere beliebt, fast jeder großer TV-Sender stellt inzwischen Inhalte über Mediatheken oder zumindest über Video-Podcasts zur Verfügung.
Nicht nur am Desktop, dem Laptop oder Media-Center im Wohnzimmer, auch unterwegs kann man dank iPhone und anderen Geräten mit entsprechend großen und guten Displays einigermaßen komfortabel Videos schauen. Spätestens mit IPv6, wenn es 2128 IP-Adressen gibt, kann theoretisch jedes Gerät direkt mit dem Internet verbunden werden und es wird denkbar, auch mit neuen Geräten Videos wiederzugeben.
Mit “Live Mesh” hat Microsoft vor einer Weile eine Plattform vorgestellt, um alle möglichen Arten von Geräten einfach miteinander zu vernetzen. In der Praxis gibt es aber noch viel zu tun und Mesh ist noch wenig bekannt und verbreitet. Mit dem großen amerikanischen Film- und Spiele-Verleih Blockbuster hat Microsoft jetzt einen ersten großen Partner gewonnen, der Live Mesh zukünftig dazu verwenden will, um Kunden auf allen Geräten die Möglichkeit zu geben, Inhalte zu beziehen.
Gerade vor dem Hintergrund, das Videos so beliebt sind bin ich gespannt, ob dieser Deal einen Durchbruch für Mesh und andere mit Surface eingeführte Technologien bedeuten könnte.
Menschen, die im Bereich der Informationstechnologien arbeiten, sorgen dafür, das wichtige Infrastruktur funktioniert (Telekommunikation, Energie, Verkehr, …). Ein Unternehmen ohne IT ist kaum noch vorstellbar und auch im privaten Bereich sind Chips und Software überall. Ob Internet, Handy, Audio, TV, Print, Video- und Computerspiele, Auto, Navi, Bezahlung, Einkauf oder der neuste Kinofilm – ohne IT nicht möglich.
Und was ist der Dank? ;)
Menschen in IT-Berufen haben in Deutschland ein geringeres Ansehen als zum Beispiel Lehrer, Ärzte oder Anwälte … Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch das Meinungsforschungsinstitut TMS Emnid…Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent möchte aber dennoch nicht im IT-Bereich arbeiten..
Die Vorurteile kann ich kaum verstehen. Ok, auf HM3 (höhere Mathe) und Teile der theoretischen Informatik hätte ich vielleicht auch verzichten können, aber sonst? Ich kann nicht einsehen, warum Frauen nicht genauso im IT-Bereich arbeiten sollten. Vorhandene Programmierkenntnisse wären beim Studium nicht nötig gewesen und ich kenne sogar Informatiker, die keine Lust haben ihren PC selbst zu bauen und das Betriebssystem zu installieren.
Viele meiner Bekannten und Kollegen haben wie auch ich selbst sehr viel Kontakt zu Kunden und Kollegen. Einzig den Punkt mit den kryptischen Bezeichnungen könnte ich verstehen, aber war schonmal jemand alleine in einer Gruppe BWLer, Juristen oder Ärzte und hat noch irgendwas verstanden? ;)
In einem Restaurant könnte man dank Surface mehr über sein Essen oder seine Getränke erfahren, obwohl Videos über Legebatterien oder ähnliches eher nicht angedacht sein dürften. Man kann die aktuellen Produkte bewerten und so könnte ein Profil jedes Nutzers erstellt werden, das man z.B. in seinem Mobiltelefon mit sich führt. Nur indem man sein Handy auf den Tisch legt, könnte man sofort in einem neuen Restaurant sehen, was es gibt, das man mag oder in einem bekannten Restaurant wiedererkannt werden um dann Empfehlungen zu erhalten.
Am 04.10.07 soll Steve Ballmer (CEO Microsoft) auf der schweizer Konferenz Internet Briefing erstmals in Europa Surface vorstellen (über die MS-Multitouch-Technologie hatte ich schon öfter berichtet).
“Goodbye Privacy” das ist der Titel der Ars Electronica 2007 in Linz. Das Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft findet vom 5. bis 11. September 2007 statt.