martins privates blog - Wieder ein Blog aus Stuttgart ;)

Überfischung der Meere

Dieses Video ist eigentlich als Abschluss an einer Kunsthochschule entstanden, visualisiert aber sehr eindrücklich die Zahlen von Greenpeace, WWF und anderen Organisationen zum Thema Fischfang und Ausbeutung der Meere:

Die Überfischung der Meere from uhs on Vimeo.

 

Die Rechnung

Schon etwas älter aber gerade zur Urlaubszeit mal anschauen und nachdenken:

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Grüne Gentechnik

Vor einigen Tagen lief auf ZDFInfo ein interessanter Film, wie stark ein einzelner Konzern in den USA inzwischen den Soya-Anbau dominiert und das Bauern letztlich keine Wahl mehr gelassen wird, ob sie ihr eigenes Saatgut verwenden oder ob sie jedes Jahr das gentechnisch veränderte Saatgut und die darauf angepassten Spritz- und Düngmittel bei einer einzigen Firma kaufen und wie diese Firma Bauern, die traditionellen oder Bio-Anbau betreiben wollen mit Klagen und teuren Gerichtsverfahren eindeckt.

Der Film ist leider nicht online verfügbar, hier aber eine ältere Arte-Dokumentation zu dieser Firma und ein kurzer Film von Greenpeace.ch:

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Nur Nachzuchten!

Genau das ist der Grund, warum in meine Aquarien keine Wildfänge kommen:

Gift im Riff

via crusta.de

 

Se nos desistirmos, eles desistem

“Wenn wir aufgeben, dann geben sie auch auf”, drastischer Kurzfilm zum Klimawandel und Artensterben:

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via klimawandel-global.de

 

Links

Aus Zeitmangel zwischendurch mal nur ein paar Links der letzten Tage:

 

Hundert neue AKWs in USA?

Erst habe ich ja an einen schlechten Scherz gedacht, als Mr. Burns McCain in Springfield verkündet hat, er will hundert neue Atomkraftwerke bauen lassen, um die USA unabhängiger vom Öl zu machen und dass er diese “saubere, sichere und effiziente Energiequelle” nutzen will um die Klimaerwärmung aufzuhalten.

Ist aber wohl leider ernst gemeint, siehe  sueddeutsche.de

War mir doch glatt entgangen, dass man eine Lösung für die ganzen Probleme gefunden hat, weswegen es seit 30 Jahren keine neuen AKWs in den USA gab und das man Autos, Flugzeuge, Heizungen und andere große  Öl-Verbraucher schon mit Strom betreiben kann. Wieviele AKWs müssen dann die Chinesen bauen um mitzuhalten – 200?

 

Auto-Zeppelin

Auch wenn die Idee, Transportmittel aus stoffbespannten Aluminiumskeletten zu bauen nicht wirklich neu ist, sieht diese Designstudie von BMW schon sehr interessant aus:

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Via basicthinking.de, viele Bilder gibt es auch auf autobild.de.

Wasserstoff findet man anders als bei den Zeppelinen bei diesem BMW allerdings wohl leider nicht unter der Hülle und auch sonst keine neue Antriebstechnologie, ist ja auch nicht wichtig, kommt bei Autos ja auch mehr aufs Aussehen an, solange Erdöl unbegrenzt und fast kostenlos verfügbar ist ;)

Wäre aber doch eine nette Idee gewesen, vor allem, weil es bei BMW doch schon einen serienreifen Motor gibt, der mit Wasserstoff angetrieben werden kann. Für eine Übergangszeit, in der nicht überall Wasserstoff verfügbar ist, kommt er auch mit (Bio?)-Benzin aus. Kaufen wird den Antrieb aber wohl niemand, solange man weiter nur auf das endliche Erdöl setzt, statt regenerative Energien einzusetzen um z.B. aus reichlich vorhandenem Meerwasser Wasserstoff zu gewinnen oder um in unfruchtbaren Wüsten mit Plankton-Farmen Bio-Öl zu erzeugen.

 

Ideen gibts: Wärme in Container verpacken

Normale Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung verschwenden sehr viel Energie, weil die Wärme einfach in Kühltürmen verpufft. Dadurch kommen z.B. modernste Kohlekraftwerke meist nur auf Wirkungsgrade unter 45% – bei Kraftwerken mit KWK sind es bis zu 90%.

Da hört sich die Idee, Wärme in Containern zu speichern und diese dann zu den Verbrauchern zu transportieren nicht mehr so ausgefallen an: “Wärme per Container“.

 

Fleischkonsum, nicht Biosprit schuld an Hunger

Im Moment wird ja diskutiert, ob es vertretbar ist, Anbaufläche für die Erzeugung von Biosprit zu verwenden, wenn man doch Lebensmittel anbauen könnte.

Ganz abgesehen, davon, das man in Filmen wie “Unser täglich Brot” und im Web hört, das die momentane Landwirtschaft weltweit eigentlich 9 Mrd. Menschen ernähren könnte, habe ich letzte Woche ein paar interessante Zahlen gesehen:

Weltweiter Getreideverbrauch:
- Lebensmittel 47%
- Biosprit 5%
- Tierfutter 36%

(Quelle Food and Agriculture Organization of the United Nations)

Deswegen das alte Argument, das ich seit über 10 Jahren gerne in Gesprächen bringe, warum ich Veganer bin: Es ist einfach ineffizient, tierische Nahrung zu erzeugen.

Keine Gefühlsduselei (arme Tiere) oder ethische Bedenken (ist das Massenmord) sondern eine einfache Rechenaufgabe:

Damit ein Schwein 1kg zunimmt muss man etwa 5kg Futter aufwenden, bei Kühen sogar 10kg. Ganz abgesehen davon werden auch große Mengen Wasser (s. virtuelles Wasser) verbraucht und gefährliche Treibhausgase erzeugt (CO2 und Methan). Isst man die pflanzliche Nahrung direkt, bekommt man min. 5 bis 10 Menschen satt, hat jede Menge Trinkwasser übrig und trägt nicht zur Klimaerwärmung bei.

Dabei muss man dann auch noch beachten, dass in der EU kein Tiermehl mehr verfüttert werden darf. Das bedeutet, von einem Schwein wandert etwa die Hälfte in Verbrennungsöfen! Damit verbrennt man aber auch die Hälfte der eingesetzen pflanzlichen Nahrung. Das bringt keinen Nutzen, die “thermische Entsorgung” kostet auch noch Geld.

Schön zusammengesfasst in diesem Video des BR: Fataler Fleischkonsum.

Deswegen könnte man sich doch fragen, warum man nicht versucht, den Fleischkonsum, der zudem zu vielen Erkrankungen führt, drastisch zu senken und gleichzeitig andere Quellen für Protein und Energie aufzubauen.

Mein Traum würde ja so aussehen: Wir essen alle direkt pflanzliche Lebensmittel, alle Menschen haben dadurch auch wirklich was zu essen, die armen Länder erzeugen in sonst nicht nutzbaren Wüsteregionen nur aus Sonne und Meerwasser Öl und Energie in Plankton-Anlagen und steigern dadurch den Lebensstandard, der CO2-Ausstoß geht gegen Null, die Meere steigen nicht weiter und vernichten kein Land, es müssen keine Urwälder gerodet werden, keine Tierpopulationen zum Nahrungsgewinn ausgerottet werden. Dann müßten nur noch Kriege wegen Religionen oder Rohstoffen ausgemerzt werden und viele Krankheiten durch die bessere Versorgung zurückgedrängt werden.

Vielleicht träume ich doch wieder von Marskolonien – scheint bei einem Blick in die Nachrichten irgendwie realitischer :|

 
 
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