martins privates blog - Wieder ein Blog aus Stuttgart ;)

Stolperfallen bei Benutzernamen

Wer kennt das nicht: Man will eigentlich nur mal einen neuen Online- oder Web x.0-Dienst testen und muss sich dazu natürlich erstmal einen Benutzernamen aussuchen. Der üblicherweise benutzte Nickname oder Alias ist schon vergeben, mit der Jahreszahl will man ihn auch nicht schon wieder ergänzen und “test0815″ soll es auch nicht gerade sein, man soll es sich ja auch merken können und vielleicht braucht man das Konto dann ja doch nochmal.

Bevor man jetzt aber den ersten Begriff wählt, der einem einfällt und der noch frei ist, sollte man vielleicht diesen Artikel bei t3n lesen, bevor man sich ordentlich Ärger einhandeln kann:

16 Stolperfallen bei der Wahl eines Account-Namens

 

Innenminister Wolfgang Schäuble tritt zurück

schaeuble
Seit heute Morgen freuen sich schon viele in Blogs und auf Twitter, dass Innenminister Wolfgang Schäuble zurückgetreten sein soll bzw. nicht mehr für das Amt des Innenministers oder ein anderes Ministeramt in der neuen Regierung zur Verfügung steht.

So steht es im Moment zumindest auch auf der Website der CDU, Stadtverband Gengenbach. Bei der Meldung dürfte es sichallerdings dann doch um einen Hack, eine  Ente oder einen Scherz  handeln, auch wenn viele Blogger oder Twitterer schon den Rücktritt feiern und fragen wer Schäuble folgen wird und ob es besser oder eher noch schlechter um Privatspäre und Bürgerrechte stehen wird.

Ich verstehe allerdings nicht, dass in der CDU niemand zu erreichen zu sein scheint, von dem eine Bestätigung oder ein Dementi zu bekommen ist. Bei den vielen Anfragen die es im Moment sicher gibt, hätte vielleicht jemand auch mal die Website ändern können?!

Hier die Meldung über Schäubles Rücktritt von der Website der CDU, Stadtverband Gengenbach im Volltext:

Wolfgang Schäuble tritt zurück
Verzicht auch auf Ministeramt in der neuen Bundesregierung
Wenige Wochen bevor die neugewählte Bundesregierung ihre Arbeit aufnimmt, tritt Wolfgang Schäuble vorzeitig von seinem Amt als Bundesinnenminister der großen Koalition zurück.

Auf einer Sitzung des CDU-Stadtverbandes Gengenbach erklärte der Politiker seine Entscheidung mit der immer lauter werdenden Kritik der letzten Monate, die er “sich sehr zu Herzen genommen habe”.
Unter anderem war Wolfgang Schäuble für seine umstrittenen Gesetzesentwürfe zur Überwachung der Computerkommunikation sowie der Vorratsdatenspeicherung unter Beschuß geraten.
Schäuble verteidigte dennoch seinen Kurs zur Verschärfung des Kampfs gegen den internationalen Terrorismus. “Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Terroristen sich mit immer ausgefeilteren technischen Methoden der staatlichen Kontrolle entziehen.” betonte er in seiner Rede vor den Mitgliedern des Stadtverbandes. Er räume aber ein, “den Bogen überspannt und die Bürger Deutschlands unter Generalverdacht gestellt zu haben.” Seinem Nachfolger wünscht Schäuble, das richtige Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden.
Sein Bundestagsmandat wird Schäuble behalten.

Gengenbachs Stadtverbandsvorsitzende Maria Rau begrüßte die Entscheidung Schäubles. “Die Belastung haben wir auch in unserem Stadtverband gespürt”.

Für ein Ministeramt in der neuen Bundesregierung steht Wolfgang Schäuble nicht mehr zur Verfügung, er informierte die Parteivorsitzende Angela Merkel bereits am Wochenende über seinen Schritt.
Zuletzt wurde er unter anderem als Kandidat für das Amt des Finanzministers gehandelt.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Update: Ah jetzt hat es jemand gemerkt ;)
“Der Dienst ist zur Zeit nicht verfügbar.”

 

Wir sind China

So jetzt ist es also geschafft. Mit 389 (63,56 %) Ja- zu 128 (20,92 %) Nein-Stimmen, 18 Enthaltungen und 77 Abgeordneten, die nicht abgestimmt haben, hat der Bundestag den Grundstein für die Zensur des demokratischsten Mediums aller Zeiten gelegt. Bei Abgeordnetenwatch kann man übrigens nachvollziehen, wie abgestimmt wurde und z.B. dass sich von den Grünen 15 (!) Abgeordnete enthalten haben.

Leider war ich nicht wirklich überrascht, dass es so gekommen ist. Weder schwere Bedenken von vielen Rechts- und Technik-Experten, Studien, Erfahrungen in anderen Ländern, Falsche Zahlen und Behauptungen der CDU noch Proteste von Mißbrauchs-Opfern oder eine Petition mit über 130.000 Unterzeichnern haben etwas geholfen. Zwar gab es einige Zugeständnisse an die SPD  aber auch die ändern nichts daran, dass jetzt eine Zensur-Infrastruktur aufgebaut und die Gewaltenteilung weiter abgebaut wird, schließlich entscheidet das BKA ganz alleine welche Internetseiten nicht mehr zu erreichen sein werden. Keine Staatsanwalt, kein Richter wird eingeschaltet und eine wirksame Kontrolle der geheimen Liste ist durch das nachträglich eingefügte “unabhängige Gremium” einmal pro Quartal sicher kaum zu machen.

Ich lese jetzt in Blogs und Kommentaren überall von “Gefährlichen Trends” und “Wehret den Anfängen”. Nach großem Lauschangriff, Aufhebung des Bankgeheimnisses, Vorratsdatenspeicherung, geheimer Online-Durchsuchung, Erfassung biometrischer Daten, massivem Ausbau der Überwachung  und weiteren Maßnahmen und jetzt der Schaffung einer Zensur-Infrastruktur frage ich mich “Welchen Anfängen eigentlich?!”

Was ist eigentlich aus dem Volk geworden, das 1983/87 wegen einer Volkszählung auf den Barrikaden war? Zählen nur noch Wirtschaftskrise und Terrorangst?

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, zu welchem Zweck das Gesetz erweitert werden wird. Blockieren von “Killerspiel”-Servern, Sites mit Copyright-Verstößen, extrem rechte oder linke Blogs oder Websites oder einfach alles zusammen? Wetten werden angenommen, ich tippe wegen der starken Lobby ja, das sich zuerst die Musik- und Filmindustrie freuen darf und dann schauen wir mal weiter was so stört.

Immerhin bleibt noch ein Schimmer Hoffnung auf einen Dämpfer aus Karlsruhe und Länder wie China oder aktuell der Iran machen Mut, zeigen sie doch, dass Zensur im Internet nie akzeptiert und mit allen Mitteln umgangen werden wird, vorausgesetzt es gibt noch genug Menschen die gerne eine eigene Meinung hätten und nicht mit dem nächsten Topmodel oder DSDS-Star zufrieden sind.

Interessantes zum Thema siehe:

 

Web Trend Map

Bisschen unübersichtlich aber doch interessant:

A yearly publication mapping 333 web domains, and 111 influential people on a Tokyo Metro map

Zur Karte auf flickr gehts hier lang…

via computerlove

 

Gemeinsam surfen

Das würde ich mir manchmal auch wünschen, wenn ich mit Kollegen oder Kunden über Websites diskutiere:

IBM entwickelt Werkzeug zum gemeinsamen Surfen

 

Web 2.0 macht dumm

Das wollen will ich doch mal nicht hoffen ;) Andrew Keen sieht das “Mitmach-Web” mehr als nur kritisch:

“I fear that Web 2.0 is resulting in cultural chaos, economic catastrophe and moral decay” (Confessions of an Internet iconoclast)

Das ist zwar vielleicht ein bisschen sehr schwarz gemalt aber nachdenklich macht der Artikel dann doch etwas…

via golem.de

 

futurezone relaunch

Ab und zu lande ich auch mal auf der Website “futurzone” des ORF. Bislang tat die Seite wirklich in den Augen weh, jetzt gab es endlich mal ein Redesign:

http://futurezone.orf.at

Ich finde es besser, aber so richtig toll?!

 

Ablieferungspflicht für Netzinhalte – Aber was und wie?!

Seit heute ist die Verordnung zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen (PDF) in Kraft getreten. Nicht, das sich das Problem nicht angekündigt hätte, ich habe auch einiges darüber gelesen, bin mir wie viele andere aber nicht sicher, was für Konsequenzen ich daraus ziehen werde / muss.

Welche Inhalte sollen abgeliefert werden und wie kann das technisch umgesetzt werden? Ich bin leider nur Informatiker, kein Jurist. Entsprechend kann ich mit den schwammigen Formulierungen bis jetzt auch nicht viel anfangen. Und wenn ich noch nichtmal weiß, “Was?” man abgeben soll, fällt es auch schwer das “Wie?” zu klären. Auf das “Warum?” will ich erst recht nicht eingehen.

Per FTP und als PDF soll nach der FAQ abgegeben werden aber nur, wenn das PDF veröffentlicht wird und nicht extra angefertigt wird. Sonst als ZIP-Archive und so, dass man es ohne Hilfsmittel lesen kann? Also fallen DB-Dumps schonmal weg. Soll ich jetzt also jedes Wochenende damit zubringen, alle meine Web-Projekte und die aller Kunden einfach mit wget zu sichern, zu packen und abzugeben? Gut, das sind ja dann auch nur jede Woche mehrere duzend Gigabyte, das geht ja noch – aber wenn das jeder macht, will ich nicht die traffic-Kosten der DNB haben…

Alleine einmal die Fotogalerie-Stuttgart mit über 11.000 Fotos hochzuladen sollte ein bisschen dauern. Aber richtig übel wären dynamische Projekte wie  blogoscoop. Die bislang 60 Mio. pi-Datensätze werden mit 3000 Blogs und 200.000 Artikeln + 200.000 Antworten verknüpft. Daraus können unter anderem 15 unterschiedliche Arten von Rankings erstellt werden, die sich noch mit 4500 Tags variieren und über Land, Region, Stadt und Sprache einschränken lassen. Im Moment sind das übrigens rein rechnerisch über 2.864.727.332.766.000 mögliche Rankings [vereinfachte Formel: ((n+k-1)!/(k!*(n-1)!)*c*l*i]. Die werden dann auch noch 15 Minuten neu berechnet. Muss ich die alle Abliefern? ;)

Weitere Infos:

 

Dr. Web relaunch

Dr. Web

Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich mit Web- und Interface-Design zur Softwareentwicklung. Fast genau so lange kenne und lese ich Dr. Web. Es ist sogar eine der ausgesuchten Websites bei denen ich bereit bin, für Content zu zahlen.

Seit gestern sieht www.drweb.de jetzt komplett anders aus. Statt schwarz/gelb ist die beherrschende Farbe jetzt weiß und das Logo hat sich auch sehr geändert.

Bemerkenswert ist übrigens, dass Dr. Web jetzt auch fast komplett auf WordPress basiert. Noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich so begeistert von dem relaunch bin, bin wohl einfach zu sehr an das grelle Gelb gewöhnt – auf der anderen Seite geht es ja mehr um die Inhalte und im RSS-Reader ist das Layout sowieso egal ;)

 

Die wichtigesten Trends bis 2012

Das Marktforschungsinstitut Gartner (www.gartner.com) hat eine Liste herausgegeben, welche Trends sich bis 2012 durchsetzen sollen:

  • Multicore- und Hybrid-Prozessoren
  • Virtualisierung und Fabric-Computing
  • Soziale Netzwerke und Soziale Software
  • Cloud-Computing und Cloud-/Web-Plattformen
  • Web-Mashups
  • Neue User Interfaces – Multi-Touch-Interfaces wie in Apples iPhone oder Microsofts Surface
  • Allgegenwärtiges Computing
  • Kontextbezogenes Computing
  • Erweiterte Realität
  • Semantik
  • OLED-Displays, Digitalen Whiteboards und E-Papier
  • Bewegungssensoren

Recht viel bekanntes in dieser Liste – Multicore-Prozessoren erfreuen sich schon seit einiger Zeit wachsender Beliebtheit, schon weil sich der Takt nicht beliebig steigern läßt. Social Networks und Software sind neben Cloud-Computing, Semantik und Ubiquitous Computing sind ebenfalls nicht wirklich neue Themen und neue Eingabemöglichkeiten wie Multitouchscreens in Kombination mit Bewegungssensoren haben einen Hauptanteil an der Beliebtheit von Apples iPhone/iTouch und Microsofts Surface.

Bleibt abzuwarten, was sich in 4 Jahren wirklich durchgesetzt hat und wie es auch in der breiten Masse unseren Arbeitsplatz Computer verändern wird.

via winfuture