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Meine Erfahrungen mit dem BlueTooth In-Ear-Headset JayBird JF3 Freedom

Nachdem ich mir im Februar bei Amazon die Bluetooth Stereo-Kopfhörer JayBird JF3 Freedom gekauft und sie diesen Sommer auch beim Sport intensiv genutzt habe, wollte ich hier mal meine Erfahrungen damit festhalten – vielleicht ist es ja für andere hilfreich, die kabellose In-Ear-Headsets vergleichen wollen.

Erstmal die technischen Daten:

  • Typ: In-Ear Headset ohne aktive Geräusch-Unterdrückung.
  • Impedanz: 32 Ohm und 15 mW Leistung.
  • Gesamte harmonische Verzerrung (THD): <5% (1KHz, 10mW)
  • BlueTooth-Übertragung: BT 2.0, A2DP, aptX für Audio-Kompression (16-bit Stereo).
  • Empfindlichkeit: 117 +-3dB bei 1KHz
  • Akku: 250mAH LiPo für 6h Musik, 6h Gesprächszeit, 250h Standby, 2h Aufladezeit über USB

Und hier zwei Fotos vom JayBird JF3 Freedom:

Mit dem Kopfhörer bekommt man als Zubehör eine kleine Kugel mit mag. Verschluss zur Aufbewahrung, Ohrstöpsel und Ohr-Halter in je 3 Größen sowie ein USB-Ladekabel (Micro-AB). Die Kugel ist ganz praktisch, ich habe sie aber nie verwendet, die verschieden großen Stöpsel und Halter sind aber sehr wichtig. Man sollte sich am Anfang die Zeit nehmen, verschiedene Kombinationen zu testen und damit zu spielen, um den optimalen Halt und bequemen Sitz zu erreichen. Es hat zwar etwas gedauert aber ich war sehr überrascht, wie fest und sicher die Ohrhörer auch beim Sport sitzen. Die korrekte Größe der Elemente beeinflusst auch den Klang.

Vor dem JayBird JF3 Freedom hatte ich die Standard-Kopfhörer vom iPhone 4 und 5, Galaxy Nexus und verschiedene kabelgebundene Modelle von Senheiser und AKG sowie am PC das Logitech G35 oder Plantronics GameCom 777 im Einsatz.

Im Vergleich zu allen In-Ear-Kopfhörern die ich hatte, gefällt mir das JayBird JF3 Freedom vom Klang am besten. Es kann jedoch nicht ganz mit den großen On-Ear-Kopfhörern wie G35 und GC 777 mithalten. Ich war aber im Großen und Ganzen von der Sound-Qualität positiv überrascht, gerade auch bei etwas basslastigerer Musik. Mit dem JayBird Freedom höre ich alles von Klassik über Pop, Alternative, Metal bis hin zu Techno, Trance, Hands Up oder Hardstyle.

Ich habe den Kopfhörer mit iPad und iPhone 5 (iOS 6/7) und Galaxy Nexus (Android 4.2 Jelly Bean) genutzt, meist aber mit dem iPhone 5. Das Verbinden/pairing per BlueTooth hat in allen Fällen ohne Probleme geklappt. Verwendet habe ich das Headset bei der Arbeit, beim Joggen und Sport, unterwegs in der Stadt und ÖPNV oder einfach zum entspannten Hören von Musik oder Hörbüchern.

Die Abschirmung gegen Umweltgeräusche ist ok, man kann je nach Lautstärke und Ohrstöpseln noch genug aber auch nicht zu viel seiner Umwelt wahrnehmen. Kabel- oder Windgeräusche konnte ich zumindest im Vergleich zu den kabelgebundenen Kopfhörern so gut wie keine feststellen – die waren gerade bei den Sennheiser- oder Nexus-Kopfhörern teilweise extrem störend.

Schweiß beim Sport und kräftige Regenschauer konnten dem Kopfhörer übrigens nichts anhaben – der Hersteller gibt dafür auch eine lebenslange Garantie. Durch die intensive tägliche Nutzung meiner Kopfhörer hat übrigens bisher kein Model länger als 6-12 Monate durchgehalten, das JayBird JF3 Freedom zeigt auch im 7. Monat noch keine Schwächen oder Probleme – was dann auch den etwas hohen Preis ausgleicht.

Es ist sehr bequem, dass man das Smartphone getrennt von den Kopfhörern in einer Hosen-, Jackentasche oder im Rucksack aufbewahren kann. Allerdings hat die Verbindung per BlueTooth leider auch seine Grenzen. Man muss das Smartphone am besten auf der rechten Körperseite tragen. Jje weniger zwischen die direkte Verbindungslinie von Kopfhörer und Smartphone kommt desto unwahrscheinlicher sind Aussetzer und Verbindungsabbrüche. Bein Joggen hat es bei mir übrigens gut bewährt, das Telefon in der rechten Hosen- oder Gesäß-Tasche zu tragen – wer ganz sicher gehen will kann auch einen Armgurt verwenden, mag ich aber persönlich nicht. Im Büro oder auch im Fitness-Studio ist es sehr praktisch das Smartphone oder mp3-Player irgendwo hinzulegen und sich dann in einem recht großen Radius frei bewegen zu können.

Obwohl es übrigens ein etwas neueres und noch kleineres Model, das Freedom Sprint (33x16x8 mm) gibt, habe ich mich bewusst für das normale Freedom (44x19x9 mm) entschieden. Argumente waren für mich die bessere Bedienbarkeit der Tasten, der Preis und die um fast 2h längere Akkulaufzeit. Die kommt wirklich fast an die vom Hersteller angegebenen 6h ran. Eine Ladestandsanzeige in irgendeiner Form wäre allerdings schön gewesen. Genau wie eine etwas flottere Bedienung über die Knöpfe. Es dauert ewig, bis der Kopfhörer an- und ausgeschaltet ist oder man ein Titel vor- oder zurückgesprungen ist.

Hier nochmal meine persönliches Plus- und Minus-Punkte kurz zusammengefasst:

Plus

  • Gute Klangqualität für In-Ear-Kopfhörer.
  • Sehr guter Sitz und Halt im Ohr.
  • Unempfindlich gegen Regen und Schweiß.
  • Keine Wind- und Kabelgeräusche.
  • Einfache Bedienbarkeit und unkomplizierter Verbindungsaufbau / pairing.
  • Gute Akku-Laufzeit (6h) für die Größe und das Gewicht.
  • Telefonie-Qualität ausreichend.
  • Insgesamt gute Verarbeitung und Qualität.

Minus

  • Ab und zu Aussetzer bis hin zum Verbindungsabbruch wenn Telefon in Hosentasche getragen wird oder sich Hand oder Rucksack dazwischen befinden.
  • Tasten müssen teilweise sehr lang gedrückt gehalten werden.
  • Keine Ladestandsanzeige und nur kurz vor Ausfall Warnung.
  • Kurzes Ladekabel und etwas „fummeliger“ Anschluss.

Mein Fazit:

Mit einem Preis von 99€ ist dieser Kopfhörer nicht gerade billig, aber Klangqualität, Verarbeitung und die Loslösung vom Smartphone sind so gut, so dass ich das JayBird JF3 Freedom jederzeit wieder kaufen würde.

 

Mehr Details vom Hersteller gibts auf der Produktseite zum JayBird JF3 Freedom. 

 


Jaybird Freedom auf Amazon:

 

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6 Kommentare

  1. Marco 31. Dezember 2014

    Hallo, danke für deinen Bericht. Suche gerade wireless in-ear, aber hauptsächlich für den Arbeitsweg im Zug. Hört sich gut an, aber das Design schreckt mich ab, das Auge isst ja auch mit ;-)! Die JBL Synchros Reflecta BT kommen noch in Frage. beats wireless haben nun doch einen stolzen Preis, aber ich konnte sie kurz testen, habe aber leider keinen Vergleich!
    Vg Marco

  2. Martin 31. Dezember 2014 — Autor der Seiten

    Zugegeben, die sehen besser aus, sind ja auch neuer :) Mir ist aber wohl die Steuerung direkt am Kopfhörer lieber und die Akku-Laufzeit ist etwas geringer. Dafür kann wohl der Akkustand besser angezeigt werden usw. – Bewertungen in Zeitschriften gut, Benutzer-Bewertungen z.B. bei Amazon aber nicht so toll.

    Was sicher cool ist: The Dash (http://www.bragi.com/)
    Gruß
    Martin

  3. Selma 25. Mai 2015

    Hallo Martin,
    danke für diesen Test. Ich möchte nur meine Meinung bezüglich der Beats äußern. Diese Dinger sind echt überteuert und ich finde BlueTooth -Modelle von Bose aber auch deine getesteten JayBird JF3 Freedom viel besser.

  4. Dominik 21. März 2016

    Hallo,
    da ich mich auch sehr für Bluetooth In Ear Kopfhörer interessiere, habe ich ein paar Testberichte geschrieben. Darunter ist auch ein Jaybird (Jaybird X2). Außerdem biete ich euch wertvolle Informationen, zum Beispiel was ihr vor dem Kauf beachten solltet!
    meine Website: http://www.bluetooth-in-ear-kopfhörer-test.com
    Ich hoffe die Tipps und Informationen können euch weiterhelfen

  5. Robert 24. April 2016

    Hi, ich finde den Testbericht echt interessant :) er ist auch wirklich wahrheitgetreu. Weiter so!

  6. In-Ear KopfhörerTester 12. September 2016

    Hi :) wirklich guter Testbericht
    hat meiner Meinugn alle Infos die man braucht. Leider ist das kein Kopfhörer mit meinem Geschmack

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