martins privates blog - Wieder ein Blog aus Stuttgart ;)

Erdwärme legt kräftig zu

Die Nutzung von Erdwärme zur (fast) CO2-freien Beheizung und Warmwassererzeugung finde ich sehr interessant, vor allem weil keine zentralisierte Infrastruktur nötig ist, diese regenerative Energieform immer verügbar ist und zudem anders als bei Solar- und Windkraft keine Sicht- oder Lärmbelästigung entsteht. So ist die Zahl der Anlagen laut Bundesverband Geothermie von ca. 3.700 im Jahr 1998 auf inzwischen etwa 150.000 (2008) gestiegen, wobei die Zahl allein von 2007 auf 2008 um 34.450 erhöhte. In Zeiten der Wirtschafskrise auch interessant: In 2008 rund 850 Mio. Euro Umsatz und Sicherung von mindestens 7000 Arbeitsplätzen.

Schade nur, dass sich diese regenerative Energie bis jetzt nur bei Neubauten rechnet, da wegen der niedrigen Temperaturen Flächenheizungen (z.B. Fußbodenheizungen) statt  Heizkörper benötigt werden und Bohrungen sowie Wärmepumpen schon relativ teuer sind und dass auch oberflächennahe Geothermie nicht überall möglich ist, z.B. wegen Grundwasserschutz.

Übrigens: In meiner Nachbarschaft hier in Möhringen entsteht gerade eine große neue Wohnanlage – beheizt mit Erdwärme.

siehe auch “Oberflächennahe Geothermie 2008: Anstieg der Verkaufszahlen um 28.5%

 

Kühlen mit flüssigem Metall?

Wer kennt das nicht: Je schneller der Prozessor im neuen Computer wird, desto mehr Abwärme produziert er auch.

Führt man die Wärme mit eine Luftkühlung ab, hört sich das ganze schnell nach Rasenmäher an. Verwendet man Wasserkühlung hat man Ruhe, dafür ist das ganze nicht billig, man hat viele zusätzliche Komponenten wie Ausgleichesbehälter oder “Kühlturm”.

Bisher blieb sonst nur noch, den ganzen Computer in Speiseöl zu versenken (siehe “Der Öl-PC im Eigenbau“), wenn man Ruhe und einen leistungsfähigen Rechner haben wollte.

Jetzt stellt eine Dänische Firma einen neuartigen Kühler vor, den Danamics LM10. Hier zirkuliert flüssiges Metall. Dank der hohen Wärmeleitfähigkeit von Metallen soll der Kühler sehr leistungsfähig sein und da die Pumpe elektromagnetisch arbeitet und damit ohne beweglichen Teile auskommt, ist das ganze sehr leise.

Hört sich spannend an – leider gibt es noch keine genauen Infos zur Verfügbarkeit und Preis.

via techpowerup.com

 

Ideen gibts: Wärme in Container verpacken

Normale Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung verschwenden sehr viel Energie, weil die Wärme einfach in Kühltürmen verpufft. Dadurch kommen z.B. modernste Kohlekraftwerke meist nur auf Wirkungsgrade unter 45% – bei Kraftwerken mit KWK sind es bis zu 90%.

Da hört sich die Idee, Wärme in Containern zu speichern und diese dann zu den Verbrauchern zu transportieren nicht mehr so ausgefallen an: “Wärme per Container“.

 
 
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