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Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten

Ok, nicht die frischeste Meldung, aber irgendwie kann ich mir einen Kommentar doch nicht verkneifen: Die Bundesregierung musste zugeben, dass sich auf Regierungscomputern bereits seit einigen Monaten chinesische Überwachungsprogramme befunden haben, die das Lesen und Verändern von Daten erlaubt haben.

Ich verstehe die Aufregung und Empörung jetzt garnicht. Wie wir spätestens seit der Werbung vieler Politiker – immer an der Spitze Dr. Wolfgang Schäuble – wissen: „Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten!“ und wenn man Trojaner zur Überwachung nicht bei allen 80 Mio. sondern nur bei ein paar Verdächtigen einsetzt, soll man sich doch nicht so anstellen – na also.

Wo es passenderweise für Merkel gerade nach China ging, hätte sie sich nicht beschweren sollen, sondern zum gelungenen Einsatz der chinesischen Remote Forensic Software (RFS) gratulieren und ein paar chinesische Fachkräfte anwerben sollen.

Schließlich scheinen die ja sogar noch ein bisschen besser zu sein als unsere Experten, die immer behaupten, das ganze Thema im Griff zu haben und die eigene Software sei „fehlerfrei und unentdeckbar“.

Siehe auch den Artikel des CCC: „Die Behauptung des BMI, die Sicherheitsbehörden und das Bundesministerium des Innern (BMI) verfügten „grundsätzlich über genügenden Sachverstand“, erscheint angesichts der Unfähigkeit, Spionage-Trojaner selbst in sensibelsten Bereichen wie im Kanzleramt zu verhindern, als Pfeifen im dunklen Wald.“ (Andy Müller-Maguhn, Sprecher des CCC).

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