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Mein Haus, mein Auto, mein Atomkraftwerk?

AtommüllC02-Emissionen durch das Verbrennen endlicher Energieträger wie Öl und Gas und wie man sie vermeiden kann, sind inzwischen ja fast täglich ein Thema in den Nachrichten. Woher aber die Energie nehmen? Kernkraftwerke werden da ja gerne als Alternative genannt. Dummerweise haben die ja doch ein paar Nachteile. Bei einer Panne oder einem Anschlag verseucht man ganze Landstriche, man produziert jede Menge strahlenden Müll, der nicht in falsche Hände gelangen darf und für den man noch keine Lösung gefunden hat, auch hier ist spaltbares Material nicht unbegrenzt verfügbar usw.

Gerade bei den Problemen hört sich diese Idee, die auch aus den USA der 1960ern sein könnte, merkwürdig an:

Statt großer AKW werden hunderter von 3x3m großen Würfeln in ganz Deutschland verbuddelt. Diese Isotopen-Reaktoren sollen einfach mit der Wärme, die durch die Spaltung radioaktiver Substanzen frei wird 200k bis 200MW an Energie erzeugen. Sie kommen ohne Druck-Kühlsystem aus und sollen so nicht explodieren können, sollen nicht gewartet werden müssen und brauchen kein Hochspannungsnetz, da sie verteilt und nahe bei den Verbrauchern sind.

Hört sich ja nichtmal so schlecht an, gäbe es da neben der Müll-Problematik und den Sicherheitsfragen nicht auch noch die Wahrscheinlichkeit. Auch wenn es keinen GAU geben kann, die Wahrscheinlichkeit das es bei so vielen Reaktoren doch mal zu einem Unfall kommt, ist entsprechend höher als bei nur einigen großen Kraftwerken. Das gibt Jörg Temme, Vorstandsvorsitzender der Temme AG, die diese Isotopen-Reaktoren bauen will, auch zu. Allerdings meint er auch: „Aber sie müssen bedenken, dass unsere Anlagen im Vergleich zu einem großen Kernkraftwerk potentiell nur ein sehr viel kleineres Gebiet bedrohen.“ Na dann will ich so ein Teil auch für meinen Vorgarten ;)

Wenn man Strontium 90 für den Reaktor nimmt und mal was passiert kann man ja immerhin schon nach 28 Jahren damit rechnen, dass die Hälfte des freigesetzten Materials zerfallen ist.
sie auch „Atomforschungsanlage“ bei Bitburg? und Mini-Atomanlagen in der Eifel sind ein schlechter Scherz

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3 Kommentare

  1. Matthias 28. März 2008

    Furchtbar. Diese kleinen Dinger machen alles nur noch schlimmer! Warum kann man sich nicht endlich stärker mit der Erdwärme befassen? Vielleicht kann damit ja mehr machen, als nur (ein paar wenige) Häuser beheizen?

  2. Andy 3. November 2009

    Hallo,
    finde die Lösung mit den Heimkraftwerken garnicht so schlecht. Eventuell lässt sich das ganze in Zukunft auch auf Ökostrom umstellen, in Kombination mit Solaranlagen. Wäre ne Überlegung wert.

    Gruß Andy

  3. Atmokraftwerk freak 13. Dezember 2010

    !HOLA!

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